Das Projekt „Identifizierung, Bewertung und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen“, kurz IBAK, ist abgeschlossen. Diese Projektwebsite www.competences.info steht weiterhin für alle Interessierten offen, sie wird allerdings nicht mehr aktualisiert.

Die Identifizierung, die Bewertung und die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen – das sind für uns nach wie vor Hot Items. Finden Sie auf unserer Homepage www.heurekanet.de einen aktuellen Überblick zu Verfahren und Instrumenten in unserer IBAK-Datenbank oder auch News aus unserem BMBF-Projekt „"KomBiA - Kompetenzbilanz für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer". Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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06.09.2010

Kompetenzerwerb im b├╝rgerschaftlichem Engagement

Dresden. Der Blick auf die allgemeinen Annahmen, dass im b├╝rgerschaftlichem Engagement (informell) gelernt wird und das Vereine, Verb├Ąnde u.a. eine wertvolle ... mehr
03.06.2010

Einen Schritt weiter

Am 5. Mai 2010 gr├╝ndete der Bildungsminister Litauens eine Arbeitsgruppe f├╝r die Vorbereitung der Leitlinien f├╝r die Formalisierung der nicht-formell erworbe... mehr
20.05.2010

Wie man Kompetenzen festellen kann

Neues Kompendium zu einem aktuellen Thema der Weiterbildung... mehr
06./07.05.2010

Anerkennung von Kompetenzen schreitet voran

Bratislava, 06.-07. Mai 2010. Wie und wo in Europa werden Kompetenzen identifiziert, bewertet und anerkannt? Welche Anregungen k├Ânnen ÔÇ×wirÔÇť aus der Praxis ... mehr
06./07.05.2010

Internationale IBAK Konferenz in der Slowakei

Die Konferenz soll den Teilnehmern Methoden und Wissen von Experten bei der Identifizierung, Bewertung und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen nahe bri... mehr
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06.09.2010

Kompetenzerwerb im b├╝rgerschaftlichem Engagement

Dresden. Der Blick auf die allgemeinen Annahmen, dass im b├╝rgerschaftlichem Engagement (informell) gelernt wird und das Vereine, Verb├Ąnde u.a. eine wertvolle Ressource f├╝r informelle Lernprozesse und Kompetenzentwicklungen darstellen, die sich positiv auf die Berufswahl und/oder weitere Berufsentwicklungen auswirken, aber bisher mit nur wenig empirischem Material und Studien untermauert werden k├Ânnen, stellte einen zentralen Diskussionsgegenstand auf dem ┬╝-j├Ąhrigen Treffen der Arbeitsgruppe ÔÇ×Qualifizierung/BildungÔÇťdes Bundesnetzwerks B├╝rgerschaftliches Engagement am 06.September 2010 in Dresden dar, neben der Erkenntnis, dass es schon ausreichend Verfahren zur Erfassung der im Ehrenamt erworbenen Kompetenzen gibt.

Als externer Experte war für den Themenschwerpunkt "Wissen, was ich kann. Kompetenzerwerb im bürgerschaftlichen Engagement, eine nationale und internationale Diskussion" Andreas Schulte Hemming, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt IBAK des Vereins HeurekaNet, Verein zur Förderung von Lernender Regionen e.V. eingeladen.
In dem Vortrag mit Diskussion bildete eine Übersicht über Verfahren der Kompetenzbilanzierung speziell für das bürgerschaftlichen Engagements in ausgewählten Ländern Europas (Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich) und die Vorstellung einiger Anerkennungsverfahren von informell erworbenen Kompetenzen aus der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden den Einstieg in eine lebhafte Diskussion. Das Ziel, wie das bürgerschaftliche Engagement eine zusätzliche Wertschätzung und Förderung durch die Bilanzierung der dort erworbenen Kompetenzen erfahren kann, wurde dabei aber nicht aus dem Blick verloren.
Die Basis für den Vortrag bildeten die Ergebnisse des Projekts IBAK (Identifizierung, Bewertung und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen), vor allem die Datenbank mit ihren fast 100 Verfahren der Kompetenzbilanzierung, und Auszüge aus den wenigen empirischen Studien zum Kompetenzerwerb im bürgerschaftliche Engagement und dessen Verwendung.
Zentrale Themen waren die Erkenntnis, dass es an Verfahren der Kompetenzbilanzierung von ehrenamtlichem Engagement nicht mangelt, eher aber an der Verankerung im Deutschen Qualifikationsrahmen, dessen Weiterentwicklung im Moment zu ruhen scheint.

Den Thesen, dass das ehrenamtliches Engagement und die dort erworbenen Kompetenzen lediglich unter der Maßgabe der Beschäftigungsfähigkeit bewertet werden und Unternehmen in dem Zugriff auf informell erworbene Kompetenzen ihrer Mitarbeiter eine ökonomische Entlastung der Personalentwicklungskosten sehen, wurden die ersten Ergebnisse zweier kleiner empirischer Studien entgegengesetzt: Personalverantwortliche in Unternehmen nehmen das Ehrenamt kaum als Lernort wahr und deshalb auch nicht das Kompetenzprofil von ehrenamtlichem Engagement. Dementsprechend gering ist das Interesse an Nachweisen der ehrenamtlichen Arbeit bei Bewerbern.
Lediglich die kleine Zahl der selbst ehrenamtlich engagierten Personalverantwortlichen interessieren sich für das bürgerschaftliche Engagement als wertvolle Ressource und beeinflussen deren Bewerbungsentscheidungen positiv.
Bei aller Focussierung der Kompetenzentwicklung und –erfassung auf die berufliche Verwertbarkeit darf der Stellenwert für die Entwicklung der Arbeit in Freiwilligenorganisationen und der Gesellschaft nicht übersehen werden.

 

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